Gesellschaft & Politik

next:digital – Magazin von PwC (Oktober 2013) – Printinterview und Video 

„Zum Glück haben wir die Ratschläge Europas nicht befolgt“

Vor fünf Jahren rutschte Island in die Krise und stand kurz vor der Staatspleite. Heute strotzt das Land vor Selbstbewusstsein. Was macht es besser als andere Krisenländer? Ein Gespräch mit dem isländischen Präsidenten Ólafur Ragnar Grímsson.

Herr Präsident, sind Unglücke gut für Island?

Island hatte zuletzt vier PR-Kampagnen, die wir nicht selbst gesteuert haben. Zuerst brachte die Finanzkrise Island weltweit auf die Titelseiten. Dann brach der Eyjafjallajökull aus und ein Jahr später ein zweiter Vulkan, nur um die Leute an uns zu erinnern. Mittlerweile berichten die Medien über den Aufschwung Islands: Warum hat es sich erholt, viele andere europäische Länder aber nicht? Der Nettoeffekt: Island ist so bekannt wie nie zuvor. Als ich vor zwei Jahren den damaligen chinesischen Ministerpräsidenten Wen Jiabao traf, sagte er: „Herr Präsident, jeder in China kennt nun Island.“

Das gesamte Interview und das Video: http://next.pwc.de/2013-02/island.html

 

fluter.de – das Magazin der Bundeszentrale für politische Bildung  (August 2014)

Der singende Souverän

In Estland haben Sängerfeste eine lange Tradition – auch eine politische. Ein Besuch

Hätte der estnische Präsident nicht gerade ein Selfie von sich und dem riesigen Chor auf der muschelförmigen Treppenbühne gemacht, würde ich mich glatt ins 19. Jahrhundert zurückversetzt fühlen. Toomas Hendrik Ilves ist ebenso in eine traditionelle Tracht gehüllt wie die meisten der 22.000 Sänger und zahlreiche Besucher. Vor wenigen Minuten hat Ilves, umjubelt von 70.000 Zuschauern, das 26. Sänger- und Tanzfest „Laulupidu“ eröffnet. www.fluter.de/de/137/thema/13120/

 

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (Februar 2014)  

Das Geheimnis des Seehund-Mannes 

Der Nordatlantik ist schon vielen zum Verhängnis geworden. Vor 30 Jahren überlebte ein Isländer sechs Stunden im eiskalten Meer – nicht nur eine Eigentümlichkeit seiner Haut rettete ihn.

Was haben ein kariertes Hemd und eine rissige Jeans hinter Glas zu suchen? Die Kleidungsstücke, die Guðlaugur Friðþórsson am 11. März 1984 trug, sind heute fester Bestandteil der Ausstellung im Museum der Vestmannaeyjar, einer Inselgruppe vor der Südküste Islands. Denn sie zeugen von der erstaunlichen Geschichte eines damals 23-jährigen Mannes, den die Isländer später den Seehund-Menschen nannten.

Er ist Fischer. Seit Jahrhunderten leben die Menschen der Vestmannaeyjar vom Atlantik. Dass der eine Bedrohung sein kann, wissen auch die fünf jungen Männer, die am frühen Morgen jenes Sonntags vor dreißig Jahren mit dem Trawler „Hellisey VE 503“ den Hafen von Heimaey verlassen, der einzigen bewohnten Insel Vestmannaeyjars. Deckoffizier Guðlaugur Friðþórsson, genannt Laugi, ist ein 1,93 Meter großer, kräftiger Mann. Er wiegt über 125 Kilo und gilt nicht gerade als sportlich. www.faz.net/aktuell/wissen/mensch-gene/naturphaenomen-das-geheimnis-des-seehund-mannes-12815996.html

SONNTAG -Der Tagesspiegel (Oktober 2012)

Neuseeland: Die rote Zone von Christchurch 

185 Menschen sind tot, und noch immer stehen Ruinen im Zentrum von Neuseelands drittgrößter Stadt. Der Schriftsteller Carl Nixon hat 2011 das Beben miterlebt. Er ist geblieben. Porträt einer Stadt, die weitermacht.

Es sind gerade mal 25 Sekunden, die die Stadt Christchurch und das Leben ihrer Bewohner für immer verändern. Carl Nixon sitzt am 22. Februar 2011 um 12 Uhr 51 zu Hause an seinem Schreibtisch, als plötzlich die Erde mit unglaublicher Wucht bebt. Tassen und Teller schießen aus den Schränken; Bücher, Lampen, die ganze Einrichtung fliegt durch die Luft. „Es fühlte sich an, als würde ein riesiger LKW durch unser Haus rasen“, erinnert sich der Schriftsteller. www.tagesspiegel.de/weltspiegel/neuseeland-die-rote-zone-von-christchurch/7220338.html

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